Die RStO 12 verlangt für die Dimensionierung von Straßenoberbauten den Nachweis der Tragfähigkeit des Untergrunds, und genau hier setzt die CBR-Studie (California Bearing Ratio) an. In Düren, wo die Ruraue und die angrenzenden Lössplatten sehr unterschiedliche Baugrundverhältnisse bieten, kann der CBR-Wert innerhalb weniger hundert Meter zwischen 3 % und über 20 % schwanken. Ein pauschaler Ansatz ist daher nicht zulässig. Unser Labor ist nach DIN EN ISO 17892 akkreditiert und führt CBR-Versuche nach TP BF‑StB, Teil B 11.1, sowohl an ungestörten Proben aus dem Planum als auch an nachverdichteten Laborproben durch. Gerade in den Randbereichen von Düren, etwa in Richtung Merzenich oder Niederzier, wo feinkörnige Böden mit hohem Schluffanteil dominieren, entscheidet der CBR-Index über die erforderliche Dicke der Tragschichten. Um die Probenentnahme fachgerecht zu planen, ergänzen wir die Untersuchung oft mit einer Schürfgrube zur visuellen Bodenansprache und Gewinnung gestörter sowie ungestörter Proben.
Ein CBR-Wert unter 5 % in der Ruraue erzwingt meist einen Bodenaustausch oder eine qualifizierte Bodenverbesserung, bevor die erste Tragschicht aufgebracht werden kann.
