Auf einem Logistikparkplatz im Dürener Norden zeigte sich letztes Jahr ein typisches Schadensbild: Rissbildung entlang der Fugen nach nur drei Wintern. Nicht die Betongüte war das Problem, sondern die unterschätzte Frosteindringtiefe in Kombination mit dem lehmigen Untergrund, der in der Rurebene weit verbreitet ist. Bei der Bemessung starrer Fahrbahnen geht es um mehr als Plattendicke und Bewehrungsgrad. Der Aufbau reagiert empfindlich auf die Tragfähigkeit des Planums, und genau hier spielt die lokale Geologie ihre entscheidende Rolle. In Düren mit seinen rund 92.000 Einwohnern und der Lage am Nordrand der Eifel treffen wir häufig auf wechselhafte Bodenschichten, die eine sorgfältige Abstimmung von Unterbau und Betondecke erfordern. Wer die Korngrößenanalyse frühzeitig ansetzt, erkennt die Frostempfindlichkeitsklasse des anstehenden Materials und kann die Dicke der Frostschutzschicht realistisch dimensionieren.
Die Lebensdauer einer starren Fahrbahn beginnt nicht im Beton, sondern in der korrekt bemessenen Frostschutzschicht auf gewachsenem Boden.
