Wenn eine Bodenprobe aus dem Dürener Baugrund bei uns im Labor ankommt, läuft als Erstes der große Siebturm warm. Zehn Prüfsiebe, gestapelt von 63 mm ganz oben bis 0,063 mm unten, dazu ein Rüttelgerät, das den Turm präzise in Schwingung versetzt – das ist die mechanische Seite der Arbeit. Doch was unten im Auffangbehälter ankommt, der Schluff- und Tonanteil, wandert direkt weiter zum Aräometer. In Düren haben wir es oft mit Mischböden zu tun, die aus der Rur-Aue stammen, und genau deshalb kombinieren wir routinemäßig Siebung und Hydrometer in einer Korngrößenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4. Nur so kriegen wir die gesamte Spanne vom Kies bis zur Tonfraktion in den Griff – und der Geotechniker ein belastbares Bild für den Baugrund.
Eine sauber aufgenommene Kornsummenkurve verrät mehr über das Baugrundverhalten als drei geschätzte Parameter – wir vertrauen auf Messwerte.
