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Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Düren – DIN-gerecht im eigenen Labor

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Wenn eine Bodenprobe aus dem Dürener Baugrund bei uns im Labor ankommt, läuft als Erstes der große Siebturm warm. Zehn Prüfsiebe, gestapelt von 63 mm ganz oben bis 0,063 mm unten, dazu ein Rüttelgerät, das den Turm präzise in Schwingung versetzt – das ist die mechanische Seite der Arbeit. Doch was unten im Auffangbehälter ankommt, der Schluff- und Tonanteil, wandert direkt weiter zum Aräometer. In Düren haben wir es oft mit Mischböden zu tun, die aus der Rur-Aue stammen, und genau deshalb kombinieren wir routinemäßig Siebung und Hydrometer in einer Korngrößenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4. Nur so kriegen wir die gesamte Spanne vom Kies bis zur Tonfraktion in den Griff – und der Geotechniker ein belastbares Bild für den Baugrund.

Eine sauber aufgenommene Kornsummenkurve verrät mehr über das Baugrundverhalten als drei geschätzte Parameter – wir vertrauen auf Messwerte.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Düren liegt auf rund 125 m ü. NHN, eingebettet in die Jülicher Börde mit ihren tiefgründigen Lösslehmen und den sandig-kiesigen Rurterrassen. Genau diese geologische Zweiteilung – mal bindig, mal rollig – prägt unseren Laboralltag. Eine reine Siebung reicht meist nicht, weil der Feinkornanteil oft über 10 % liegt und damit nach DIN 18196 klassifizierungsrelevant wird. Wir setzen auf das Aräometerverfahren mit einer Spindel nach Bouyoucos, temperieren die Suspension auf 20 °C und nehmen in logarithmischen Zeitabständen die Dichte ab. So erhalten wir eine präzise Kornsummenkurve, aus der wir die Ungleichförmigkeitszahl Cu und die Krümmungszahl Cc ableiten. Ob Frostempfindlichkeit nach ZTVE-StB oder die Frage nach einem Filterkriterium für eine Dränage – mit diesen Kennwerten können Sie weiterplanen.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Düren – DIN-gerecht im eigenen Labor
Technische Referenz — Düren

Lokale Besonderheiten

Düren hat nach dem Zweiten Weltkrieg einen kompletten Neuaufbau erlebt – fast 99 % der Innenstadt waren zerstört. Heute trifft man beim Aufschluss in zentralen Lagen oft auf eine wirre Abfolge aus Trümmerschutt, aufgefülltem Auelehm und umgelagertem Terrassenkies. Wer hier ohne eine solide Korngrößenanalyse gründet, riskiert Setzungsdifferenzen, die selbst die beste Bodenplatte knacken. Das Fiese an den Dürener Auffüllungen: Sie enthalten oft Ziegelbruch oder Schlacke, die im Sieb die Maschen zerstören können – wir prüfen das Material deshalb vor der Siebung von Hand. Ein weiteres lokales Thema ist die Filterstabilität von Dränageschichten in der Ruraue. Ohne exakte Kornverteilung lässt sich Suffosion oder Kolmation nicht ausschließen. Unsere Kornsummenkurve ist Ihre Versicherung gegen solche Überraschungen.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196:2023 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTVE-StB 17 – Frostempfindlichkeitsklassifikation auf Basis der Korngrößenverteilung

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenNass-/Trockensiebung + Aräometer nach Bouyoucos
Normative GrundlageDIN EN ISO 17892-4:2017
Siebsatz63 / 31,5 / 16 / 8 / 4 / 2 / 1 / 0,5 / 0,25 / 0,125 / 0,063 mm
Messbereich Aräometer0,063 mm bis ca. 0,001 mm
Probenmenge Mindesteinwaage200 g bei Feinsand/Schluff, bis 5 kg bei Kies
DispergiermittelNatriumhexametaphosphat (0,1-molar)
ErgebnisdarstellungKornsummenkurve, tabellarisch, Cu, Cc, Bodenart nach DIN 18196
Dauer Routineprobe48–72 h inkl. Sedimentationsphase

Häufige Fragen

Wofür brauche ich eine kombinierte Sieb- und Hydrometeranalyse?

Sobald der Feinkornanteil (<0,063 mm) über 5–10 % liegt, verlangt die DIN 18196 eine vollständige Kornverteilung inklusive Schluff- und Tonfraktion. Ohne Hydrometerdaten können Sie die Bodenart nicht korrekt ansprechen – und damit weder Verdichtbarkeit noch Wasserempfindlichkeit seriös beurteilen.

Was kostet eine Korngrößenanalyse in Düren?

Für eine kombinierte Sieb- und Sedimentationsanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 liegen Sie in Düren je nach Aufwand und Probenanzahl zwischen €100 und €180 pro Probe. Reine Sieblinien sind entsprechend günstiger. Wir erstellen Ihnen gern ein Pauschalangebot für Ihr Projekt.

Wie lange dauert die Analyse im Labor?

Eine reine Siebung können wir oft innerhalb eines Arbeitstages liefern. Die kombinierte Analyse mit Aräometer braucht 48 bis 72 Stunden, weil die Sedimentationsphase Zeit benötigt und wir die Ablesungen über Nacht fortsetzen müssen.

Kann ich aus der Kornsummenkurve den Durchlässigkeitsbeiwert ableiten?

Näherungsweise ja, z. B. über die Formel nach Hazen oder Beyer. Für eine belastbare Bemessung empfehlen wir aber einen direkten Durchlässigkeitsversuch. Die Kornsummenkurve ersetzt den Versuch nicht, sie liefert aber die Grundlage für die Filterbemessung.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Düren und seinem Großraum.

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