In der Baugrunderkundung für Düren stehen die meist lockeren quartären Kies-Sand-Wechselfolgen der Rurterrassen sowie darunter anstehende tertiäre Tone im Fokus, deren Tragverhalten gemäß DIN 4020 und EC 7 zuverlässig zu bewerten ist. Für eine wirtschaftliche und aufschlussreiche Direktaufklärung der oft heterogenen Schichten hat sich der CPT (Cone Penetration Test) als Standard etabliert, da er lückenlose Profile von Spitzendruck und Mantelreibung liefert und weiche Lagen präzise abgrenzt.
Ob für den klassischen Wohn- und Gewerbebau, die Nachverdichtung innerstädtischer Flächen oder die Beweissicherung entlang von Verkehrswegen – die örtliche Erkundung schafft Planungssicherheit bei Gründungen und setzt Eingriffsparameter für den Grundwasserschutz fest. Ergänzend zur Sondierung sichern wir die Probenahme und Laboranalytik ab, um bodenmechanische Kennwerte direkt mit dem Baugrundgutachten zu verknüpfen und lokale Setzungsrisiken sicher zu beherrschen.
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DIN EN 1997-1:2014 (Eurocode 7 – Geotechnische Bemessung), DIN EN 1537:2013 (Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Verpressanker), DIN 4128 (Verpresspfähle und Verpressanker – Kleinverpresspfähle), EAD 160004-00-0301 (Europäische Bewertungsdokumente für Ankersysteme)
Die Kosten für die Bemessung inklusive Eignungsprüfung und Abnahmeprüfungen liegen in Düren je nach Ankeranzahl und Prüfumfang zwischen 1.010 € und 3.190 €. Temporäre Anker für kleinere Baugruben mit wenigen Prüfzyklen liegen im unteren Bereich, während Daueranker mit umfangreicher Kriechmessung und Dokumentation nach DIN EN 1537 höhere Kosten verursachen.
Aktive Anker werden in Düren immer dann eingesetzt, wenn Verformungen am Verbau oder an angrenzenden Bauwerken auf wenige Millimeter begrenzt werden müssen – typisch für innerstädtische Baugruben an der Oberstraße oder am Kaiserplatz. Passive Anker und Bodennägel eignen sich für Böschungssicherungen und Baugruben außerhalb des engen Innenstadtbereichs, wo geringe Verformungen toleriert werden können und die Aktivierung über den natürlichen Dehnweg des Bodens erfolgt.
Die Prüfung beginnt mit einer stufenweisen Belastung des Ankers, beginnend bei 0,1-facher Gebrauchslast. In jeder Laststufe wird die Verformung über elektronische Wegaufnehmer gemessen und das Kriechmaß ks bestimmt. Bei der Eignungsprüfung wird bis zur 1,3-fachen Gebrauchslast geprüft, bei der Abnahmeprüfung bis zur 1,0- bis 1,25-fachen. Entscheidend ist, dass das gemessene Kriechmaß unter dem zulässigen Grenzwert bleibt – bei Litzenankern in Dürens Kiesen typischerweise unter 0,4 mm nach 15 Minuten Haltezeit auf der obersten Laststufe.
Wir betreuen Projekte in Düren und seinem Großraum.