Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.
MEHR ERFAHRENDie Straßenbaugeotechnik in Düren umfasst sämtliche erd- und felsbaulichen Fragestellungen, die für einen standsicheren und verformungsarmen Verkehrswegebau notwendig sind. Im Dürener Raum mit seinen teils bindigen, wechselhaft tragfähigen Böden der Jülicher Börde und Terrassenablagerungen ist eine fundierte Baugrunderkundung unverzichtbar. Die rechnerische Dimensionierung erfolgt nach den RStO, wobei speziell die frostempfindlichen Lehme eine sorgfältige Beurteilung erfordern. Dies betrifft vor allem die Bemessung flexibler Fahrbahnen, bei der die Tragfähigkeit des Untergrunds direkt in den mehrschichtigen Asphaltaufbau einfließt. Ebenso ist die CBR-Studie für Straßenentwurf ein zentrales Instrument, um den erforderlichen Verdichtungsgrad und die Dicke der Tragschichten festzulegen.
Diese Leistungen sind maßgebend für Erschließungsträger, kommunale Ausbauprogramme und anspruchsvolle Logistikflächen, wo langzeitstabile Oberbauten gefordert sind. Bei höheren Verkehrslasten oder industriell genutzten Arealen in Düren kommt ergänzend die Bemessung starrer Fahrbahnen zum Tragen, die über eine Plattenwirkung Lasten breit in den Untergrund abträgt. Die enge Verzahnung von Laborversuch und rechnerischem Nachweis gewährleistet hierbei eine normkonforme, dauerhafte Konstruktion.
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DIN EN 1997-1:2014 (Eurocode 7 – Geotechnische Bemessung), DIN EN 1537:2013 (Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Verpressanker), DIN 4128 (Verpresspfähle und Verpressanker – Kleinverpresspfähle), EAD 160004-00-0301 (Europäische Bewertungsdokumente für Ankersysteme)
Die Kosten für die Bemessung inklusive Eignungsprüfung und Abnahmeprüfungen liegen in Düren je nach Ankeranzahl und Prüfumfang zwischen 1.010 € und 3.190 €. Temporäre Anker für kleinere Baugruben mit wenigen Prüfzyklen liegen im unteren Bereich, während Daueranker mit umfangreicher Kriechmessung und Dokumentation nach DIN EN 1537 höhere Kosten verursachen.
Aktive Anker werden in Düren immer dann eingesetzt, wenn Verformungen am Verbau oder an angrenzenden Bauwerken auf wenige Millimeter begrenzt werden müssen – typisch für innerstädtische Baugruben an der Oberstraße oder am Kaiserplatz. Passive Anker und Bodennägel eignen sich für Böschungssicherungen und Baugruben außerhalb des engen Innenstadtbereichs, wo geringe Verformungen toleriert werden können und die Aktivierung über den natürlichen Dehnweg des Bodens erfolgt.
Die Prüfung beginnt mit einer stufenweisen Belastung des Ankers, beginnend bei 0,1-facher Gebrauchslast. In jeder Laststufe wird die Verformung über elektronische Wegaufnehmer gemessen und das Kriechmaß ks bestimmt. Bei der Eignungsprüfung wird bis zur 1,3-fachen Gebrauchslast geprüft, bei der Abnahmeprüfung bis zur 1,0- bis 1,25-fachen. Entscheidend ist, dass das gemessene Kriechmaß unter dem zulässigen Grenzwert bleibt – bei Litzenankern in Dürens Kiesen typischerweise unter 0,4 mm nach 15 Minuten Haltezeit auf der obersten Laststufe.
Wir betreuen Projekte in Düren und seinem Großraum.