In Düren setzen wir für die Bemessung von Verankerungen auf hydraulische Prüfpressen mit kalibrierten Kraftmessdosen und digitaler Wegaufzeichnung. Die Geräte werden vor jedem Einsatz auf den spezifischen Druckbereich der Litzen- oder Gewi-Anker justiert – im Stadtgebiet Düren meist zwischen 150 und 600 kN Gebrauchslast. Bei beengten Baugruben in der Innenstadt, etwa entlang der Oberstraße, kommt oft ein kompakter Eignungsprüfstand zum Einsatz, der auch bei begrenzter Manövrierfläche präzise Last-Verformungskurven liefert. Die Auswertung erfolgt direkt vor Ort, sodass der verantwortliche Tragwerksplaner die Federsteifigkeit und das Kriechmaß noch während der Prüfung mit den rechnerischen Ansätzen abgleichen kann. In den sandig-kiesigen Böden der Niederterrasse der Rur, die das zentrale Stadtgebiet prägen, ist dieser Abgleich entscheidend, da die Mantelreibungswerte stärker streuen können als die Baugrundgutachten auf Basis von Einzelsondierungen vermuten lassen. Ergänzend zur Ankerbemessung ziehen wir bei komplexen Baugruben das Verfahren der CPT-Versuch heran, um die Grenztragfähigkeit in rolligen Schichten abschnittsweise genauer zu erfassen.
Ein Anker wirkt nur so gut wie sein Verpresskörper – in Dürens Terrassensedimenten entscheidet die Verpressdruckführung über die Gebrauchstauglichkeit.
