Zwischen dem Rurdamm und den Lössböden der Niederau bei Düren liegen Welten, was den Baugrund angeht. Die gleiche Stützwand, die am Rurufer problemlos steht, kann auf den setzungsempfindlichen Auelehmschichten im Osten schnell schiefgehen. Wir sehen das regelmäßig: Bauherren unterschätzen, wie stark der anstehende Boden in Düren auf wenigen hundert Metern wechselt. Für eine standsichere Stützwandbemessung reichen pauschale Annahmen nicht aus. Unser Labor ermittelt die exakten Bodenkennwerte – vom Reibungswinkel bis zur Kohäsion – bevor ein einziger Kubikmeter Beton fließt. In den quartären Kiesen und Sanden der Rurterrassen kombinieren wir die Bemessung oft mit einer Korngrößenanalyse, um die Durchlässigkeit hinter dem Wandkörper korrekt anzusetzen und drückendes Wasser sicher auszuschließen.
Eine Stützwand ist nur so gut wie der Boden, auf dem sie steht – und der darunterliegende.
