Ein häufiger Fehler, den wir bei Projekten in Düren beobachten, ist die pauschale Annahme einer ausreichenden Baugrundtragfähigkeit, ohne die lokale geologische Vorbelastung zu prüfen. Gerade im Bereich der Rurterrassen und der Lösslehmüberdeckungen schwankt die Lagerungsdichte der rolligen Böden auf kurzer Distanz erheblich. Wird hier ohne vorherige Korngrößenanalyse und ohne tiefenorientierte Sondierung verdichtet, entstehen später Setzungsmulden, die eine Nachgründung erforderlich machen. Die Bemessung der Rütteldruckverdichtung muss in Düren standortspezifisch erfolgen, weil die quartären Ablagerungen der Rur mit wechselnden Feinkornanteilen und ungleichförmigen Kiesen durchzogen sind. Unser Labor führt die erforderlichen Feld- und Laborversuche nach DIN EN 14731 durch, um genau jene Verdichtungsenergie zu definieren, die für eine geforderte Lagerungsdichte Dpr ≥ 98 % notwendig ist.
Eine belastbare Rütteldruckbemessung in Düren korreliert CPT-Spitzendruck mit der Sieblinie – der Rurschotter verlangt eine andere Energie als homogener Flugsand.
