In der Region Düren treffen heterogene Lockergesteinsformationen der Niederrheinischen Bucht auf lössbedeckte Terrassenkanten, was die Standsicherheit künstlicher und natürlicher Böschungen besonders anspruchsvoll macht. Unsere Kategorie Hänge & Wände deckt die geotechnische Bewertung und Sicherung dieser sensiblen Geländesprünge gemäß den Anforderungen des Eurocode 7 und der DIN 1054 vollständig ab. Dazu zählt die rechnerische Böschungsstabilitätsanalyse auf Basis der Finiten-Elemente-Methode ebenso wie die standsichere Auslegung von Stützwandbemessung für Winkelstützmauern oder Schwergewichtswände.
Diese Fachplanungen sind unverzichtbar für innerstädtische Baugruben am Dürener Ring, Verkehrswegeböschungen entlang der Rur sowie die Hangsicherung von Wohnbebauungen in den Hanglagen von Niederau. Ergänzend zur reinen Standsicherheit übernehmen wir die ingenieurmäßige aktive/passive Verankerungsbemessung, wenn beengte Platzverhältnisse oder hohe Erddrucklasten rückverankerte Systeme erfordern. So gewährleisten wir von der ersten Erkundung bis zur standsicheren Bemessung eine normkonforme und wirtschaftliche Umsetzung Ihres Projekts im Dürener Raum.
Antwort innerhalb von 24h.
DIN EN 1997-1:2014 (Eurocode 7 – Geotechnische Bemessung), DIN EN 1537:2013 (Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Verpressanker), DIN 4128 (Verpresspfähle und Verpressanker – Kleinverpresspfähle), EAD 160004-00-0301 (Europäische Bewertungsdokumente für Ankersysteme)
Die Kosten für die Bemessung inklusive Eignungsprüfung und Abnahmeprüfungen liegen in Düren je nach Ankeranzahl und Prüfumfang zwischen 1.010 € und 3.190 €. Temporäre Anker für kleinere Baugruben mit wenigen Prüfzyklen liegen im unteren Bereich, während Daueranker mit umfangreicher Kriechmessung und Dokumentation nach DIN EN 1537 höhere Kosten verursachen.
Aktive Anker werden in Düren immer dann eingesetzt, wenn Verformungen am Verbau oder an angrenzenden Bauwerken auf wenige Millimeter begrenzt werden müssen – typisch für innerstädtische Baugruben an der Oberstraße oder am Kaiserplatz. Passive Anker und Bodennägel eignen sich für Böschungssicherungen und Baugruben außerhalb des engen Innenstadtbereichs, wo geringe Verformungen toleriert werden können und die Aktivierung über den natürlichen Dehnweg des Bodens erfolgt.
Die Prüfung beginnt mit einer stufenweisen Belastung des Ankers, beginnend bei 0,1-facher Gebrauchslast. In jeder Laststufe wird die Verformung über elektronische Wegaufnehmer gemessen und das Kriechmaß ks bestimmt. Bei der Eignungsprüfung wird bis zur 1,3-fachen Gebrauchslast geprüft, bei der Abnahmeprüfung bis zur 1,0- bis 1,25-fachen. Entscheidend ist, dass das gemessene Kriechmaß unter dem zulässigen Grenzwert bleibt – bei Litzenankern in Dürens Kiesen typischerweise unter 0,4 mm nach 15 Minuten Haltezeit auf der obersten Laststufe.
Wir betreuen Projekte in Düren und seinem Großraum.