Düren liegt am Nordrand der Eifel, wo mächtige quartäre Lockergesteine der Rur-Terrassen und darunter devonische Festgesteine aufeinandertreffen. In der Region ist die seismische Aktivität durch die nahe Erdbebenzone nach DIN EN 1998-1/NA:2021-07 relevant, weshalb die genaue Kenntnis der Untergrundsteifigkeit bei jedem Bauvorhaben zwingend ist. Die MASW-Methode liefert hier schnell und zerstörungsfrei ein verlässliches Vs30-Profil, das die Einteilung in die Baugrundklasse nach Tabelle NA.1 des Nationalen Anhangs ermöglicht. In Düren setzen wir dieses Verfahren gezielt ein, um die dynamischen Bodeneigenschaften zu erfassen – gerade dort, wo der Untergrund zwischen sandig-kiesigen Flussterrassen und verwittertem Fels wechselt. Kombiniert man die Ergebnisse mit einem CPT-Versuch, erhält man ein noch dichteres geotechnisches Modell für die Gründungsplanung.
Die Vs30 ist kein theoretischer Wert – sie entscheidet in Düren über die Erdbebeneinwirkung auf Ihr Bauwerk.
